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  • AutorenbildNadia Negro

Müde. Und doch geht es weiter.

Letzte Woche wurde ich gefragt ob ich mich auch politisch in Sachen Ernährung und Gesundheit engagiere. Also so im grösseren Stil. Ich kann mich an die genaue Formulierung der Frage nicht erinnern, ist auch nicht so wichtig. Ich möchte über meine Antwort schreiben. Meine Antwort war, nein, nicht mehr. Ich bin müde. Ich rede mir manchmal ein ich hätte meinen Dienst getan. Unterschriften gesammelt, mit vielen Menschen gesprochen, überall angeeckt, gestritten, erklärt, aufgezeigt und noch mehr erklärt. Ich durfte mich so stark und so intensiv zum Schutz der Gesundheit meiner Kinder einsetzten, dass ich müde wurde und es immer noch etwas bin. Ich mache und lebe was ich heute mache nicht erst seit 3 Jahren. Ich habe vor 16 Jahren angefangen. Vor ca. 15.5 Jahren habe ich von gentechnisch veränderten Lebensmittel erfahren. Von künstlichen Hormonen und Antibiotika im Fleisch, von einer Lebensmittelproduktion die es heute schafft unsere Kinder krank zu machen, bevor sie selber feste Nahrung zu sich nehmen, bevor sie geboren sind sogar.

Ich habe 1600 freiwillige HelferInnen koordiniert für eine Kampagne im Staat Colorado und wir haben dafür gekämpft, dass gentechnisch veränderte Lebensmittel als solche deklariert werden müssen. Ich habe erlebt wie Kinder allergisch auf gentechnisch veränderten Mais reagiert haben und aber auf den konventionell angebauten Mais nicht. Ich habe gesehen wie die Gesundheit von Kindern sich verbessert mit dem Verzicht auf modernen Weizen, Pestizide und Zucker. Noch heute sehe ich das. Jeden Tag habe ich nichts anderes gemacht alls darüber zu sprechen, Menschen zu sensibilisieren. Ein Wunder habe ich Freunde. (-:

So ja, ich dachte ich hätte Pause. Pause vom Engagement. Pause vom initiativen Unterstützen und ins vermeintlich Leere hinaus versuchen das grosse, korrupte System neu aufzubauen und umzukrempeln. Ein System welches zu keinem Zeitpunkt die Gesundheit der Gesellschaft als Priorität sieht. Ich dachte ich mache Pause, Menschen aufzurütteln. Pause von Gesprächen mit Schulen und Lehrpersonen.

Manchmal ist das ewige Reden und gegen den Strom schwimmen verdammt anstrengend und auch ich will es manchmal nicht mehr tun. Es scheisst mich grausam an manchmal. Frustriert mich. Ich masse mir sogar an ich hätte genug getan. Arrogant.

Ein halber Tag nachdem mir diese Frage oben gestellt wurde, habe ich eine Email bekommen mit der Bitte zur Unterschrift der neuen Initiative mit Franziska Herren. Natürlich habe ich den ausgedruckt und mich gefragt wie ich hier unterstützen könnte. Mein Hirni funktioniert so. In Sekundenschnelle kann ich alles umkrempeln und aus dem Fenster werfen. Und hier kommt der Bogen: um noch mehr zu erreichen, braucht es genau auch diese Arbeit. Das Engagement für das grosse Ganze. Von allen Seiten braucht es Inputs, müssen Samen gesät werden, braucht es etwas Druck. Ich glaube ich erreiche viele Menschen durch meinen Beruf, durch die Kurse, durch die Arbeit mit den ätherischen Ölen von doTERRA. Wenn jedoch jemand, wie diese grossartige Frau, eine zweite Initiative startet und nicht müde ist, wer bin ich dann zu sagen 'ich mag nicht mehr'. Fuck, es gibt noch viel zu tun. Wer gesund sein will, sich von unverarbeiteten Lebensmitteln ernähren will, keine Kuchen Diskussion mehr führen mag in den Schulen, eine gesündere Zukunft für unsere Kinder und die nächste Generation visualisiert: 10 Unterschriften sammeln kann jede die will.

Packen wir es an. Schritt für Schritt. Für mehr Lebensqualität und weniger chronisch kranke Menschen. Für die Generationen nach uns. Für alle die es nicht mehr können, die trage ich im Herzen mit. Jeden Tag. Für immer.


Und natürlich habe ich am selben Tag auch noch eine Email an die Lehrerin geschrieben.




Mer über die Initiative hier:



Ich verstehe sogar wenn Menschen (noch) nicht bereit sind zu sehen, dass nur nachhaltige Ernährung und Fleischprodukte von Tieren mit Grassfütterungen (v.a. Rind) die Zukunft sein können. Wirklich. Weil es verlangt jedem Einzelnen ein Umdenken ab. Gleichzeitig habe ich auch das Gefühl, dass uns die Zeit davon läuft. Und scheinbar der Leidensdruck bei vielen Menschen (noch) nicht gross genug ist. Oder dieser nicht gesehen wird.

Danke für deine Unterstützung. Danke fürs Lesen. Danke fürs Gedanken machen. Danke für die möglichen offenen Gespräche.


❤️

Nadia

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